Marmelade einkochen – so geht’s

Marmelade einkochen - Rezept und Anleitung

Anleitung zum Marmelade einkochen

Marmelade einkochen macht nicht nur Spaß, sondern ist auch sehr praktisch. Besonders, wenn du einen eigenen Garten hast oder von Freunden und Familie mit Früchten versorgt wirst, weißt du bestimmt oft nicht mehr, wohin mit all den Erdbeeren, Kirschen oder Pfirsichen.

Selbst gekochte und eingemachte Marmelade ist sehr lang haltbar und deshalb auch prima als Geschenk oder kleines Mitbringsel geeignet. In hübschen Weckgläschen macht auch eine einfach Erdbeermarmelade einiges her.

In diesem Beitrag erfährst du, wie das Einkochen von Marmelade funktioniert und worauf du unbedingt achten solltest. Wenn du ganz neu im Thema Einkochen bist, findest du hier unseren „10 Schritte Ratgeber“: Anleitung zum Einwecken.

Die Fruchtauslese - was möchtest du einwecken?

Du kannst eigentlich aus allen Früchten eine leckere Marmelade zaubern – vorausgesetzt, die Früchte sind absolut in Ordnung. Sie sollten reif sein, aber nicht überreif oder auf keinen Fall bereits gegoren sein. Faule Stellen oder faule Früchte musst du unbedingt aussortieren, denn nur eine faule Erdbeere kann dir nachher die ganze Charge Marmelade verderben. Es werden beim Einkochen zwar so gut wie alle Bakterien und Sporen erledigt, dennoch reicht eine bereits „schlechte“ Frucht um das Einkochergebnis extrem zu gefährden.

Woraus Sie die Marmelade zaubern möchten, ist also ganz dir überlassen. Auch Kombinationen von Früchten ergeben oft tolle Kompositionen, z. B. Erdbeer-Rhabarber. Oder wie wäre es mit einer Prise Vanillepulver?

Das Geliermittel

Bei dem Einkochen von Marmelade spielt Zucker die zentrale Rolle, denn er sorgt dafür, dass die Fruchtmasse geliert und die schöne streichfähige Konsistenz erhält. Für den Geschmack ist er natürlich ebenfalls entscheidend. Mit normalen Zucker funktioniert das Einmachen jedoch nicht, denn hierfür benötigt man speziellen Gelierzucker. Gelierzucker ist Haushaltszucker, dem Pektin und Zitronensäure zugefügt wurden. Das Pektin lässt die Masse gelieren (fest werden), die Zitronensäure hilft für eine schöne Farbe (gegen Braunwerden) und sorgt für eine noch bessere Haltbarkeit der Marmelade.

Es sind verschiedene Gelierzucker erhältlich, die unterschiedliche Verhältnisse von Zucker zu Marmelade benötigen. Je mehr Gelierzucker, desto süßer ist natürlich später auch die Marmelade.

Der klassische Gelierzucker

Der klassische Gelierzucker ist für die Verhältnisse 1:1 (1 Teil Frucht, 1 Teil Zucker), 2:1 (2 Teile Frucht, 1 Teil Zucker) und 3:1 (3 Teile Frucht, 1 Teil Zucker) erhältlich.

Im Verhältnis 1:1 erhält man eine süße und haltbare Marmelade – perfekt für alle, die zum ersten Mal einkochen. Die Verhältnisse 2:1 und 3:1 sind natürlich besser für die Kalorienanzahl der Marmelade, dafür ist sie jedoch nicht so süß und kann unter Umständen nach ein paar Monaten die Farbe verlieren.

Spezielle Gelierzucker

Für Diabetiker oder Allergiker sind auch spezielle Gelierzucker erhältlich. Auch Geliermittel auf Basis von Stevia können erworben werden. Für diese Produkte beachten Sie einfach die Angaben auf der Verpackung. Kaltgerührte Marmelade (ohne Kochen) kann ebenfalls mit speziellen Zuckern hergestellt werden, sie sollte jedoch gleich verzehrt und nicht eingekocht werden.

Andere Geliermittel

Der in den letzten Jahren immer beliebtere Agavendicksaft kann ebenfalls für die Herstellung von Marmelade verwendet werden, sodass du auf den klassischen Haushaltszucker verzichten kannst. Als Geliermittel wird dann Agar Agar zugesetzt, welches aus einer Alge gewonnen wird. Agar Agar findest du im Reformhaus, Bio-Laden oder auch auf Amazon. Agar Agar muss, wie Gelierzucker, mit kochen und dickt beim Abkühlen an.

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Vorgehensweise für das Marmelade Einkochen

Das Zubereiten der Marmelade

Wenn du die Früchte gut gewaschen und von festen Bestandteilen (bei Erdbeeren z. B. die Blätter, bei Kirschen die Kerne) entfernt hast, dann werden diese klein geschnitten und in einen großen Kochtopf gegeben. Anschließend gibst du die entsprechende Menge Gelierzucker hinzu und vermengst diesen gut mit den Früchten. Bei saftigem Obst, wie z. B. Erdbeeren oder Himbeeren, lässt du diese Mischung ca. 2 Stunden stehen, damit sie aussaftet. Püriere die Marmelade anschließend je nach Belieben.

Nun lässt du die Mischung aufkochen. Dabei solltest du regelmäßig rühren, um ein Anbrennen zu verhindern. Halte dich an die Zeitangabe deines Rezeptes bzw. an die Angaben des jeweiligen Gelierzuckers!

Führe am besten eine Gelierprobe durch. Hierfür gibst du einen größeren Tropfen der Marmelade auf einen kalten Teller. Wenn er dort nach kurzer Zeit fest wird und einen Wasserrand bildet und bei Schräghalten des Tellers nicht hinunterläuft, dann ist die Marmelade fertig geliert.

Das Einkochen

Egal ob du mit Weckgläsern oder Twist-Off-Gläsern arbeitest: Hygiene ist oberstes Gebot. Spüle alle Gläser und Deckel vorher heiß aus! Wenn du Deckel von Twist-Off-Gläsern mehrfach verwendest, kontrolliere diese auf eventuelle Rückstände. Deckel, die nicht einwandfrei sauber werden, entsorge am besten. Ersatzdeckel findest du z. B. bei Rossmann oder auch bei Amazon.

Wenn du mit Weckgläsern einkochst, dann geht dies so:

Während die Marmelade kocht, spülest du deine Einweckgläser mit heißem Wasser aus (auch die Deckel und die Gummidichtungen). Fülle nun die Marmelade bis ca. 1 cm unter dem Rand in das Glas, setze den Deckel mit Gummidichtung auf und verschließe diesen mit den Einweckklammern.

Koche die Gläser anschließend im Einkochautomaten 10 Minuten bei 90°C ein, dann wird die Marmelade jahrelang haltbar sein. (Quelle: Weck Einkochbuch, S. 50).

Wenn du in Twist-Off Gläsern einkochst:

Fülle die Marmelade in die gewaschenen Gläser, schraube den Deckel auf und stelle die Gläser anschließend auf den Kopf. Nun abkühlen lassen, bevor du die Gläser wieder umdrehst. Die Marmelade ist mehrere Monate haltbar.

Die Aufbewahrung

Die fertige Marmelade solltest du an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort aufbewahren. Hierfür eignen sich zum Beispiel ein Küchenschrank, eine Abstellkammer oder der Keller. Geöffnete Gläser solltest du im Kühlschrank aufbewahren. Wenn sich der Deckel eines Twist-off-Glases nach oben wölbt, ist die Marmelade verdorben und muss entsorgt werden. Bei Weckgläsern gilt: Ist der Deckel bereits gelöst, ist die Marmelade nicht mehr gut.

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Weitere Rezepte zum Einkochen findest du hier: Einkoch-Rezepte

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Zubehör für das Einkochen

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Selbstgemachte Marmelade schmeckt immer wieder super lecker und mit dieser Erklärung bekommt es eigentlich jeder auch hin.

  2. Wie kann ich verhindern, dass selbstgekochte Marmeladen aussaften, wenn man ein Glas geöffnet hat und die
    Marmelade entnimmt.

  3. Hallo
    Ich habe mal eine Frage wenn ich Marmelade mit Agar Agar gekocht habe und sie danach 10 Minuten bei 90 Grad im einkochtopf koche wird sie nicht fest nach dem abkühlen hast du einen Tipp für mich
    Danke elke

    1. Hallo Elke, da kann ich leider nicht helfen, da ich bisher nur ein paar Mal mit Agar Agar eingekocht habe, da hat’s immer geklappt. Hast du dich denn an die Richtwerte von Agar Agar gehalten? Tut mir leid, dass ich dir nicht weiter helfen kann.

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