Apfelmus einkochen: Rezept und Anleitung – so einfach selber machen

Apfelmus einkochen - Rezept und Anleitung

Apfelmus – wer kennt und liebt es nicht? Der Klassiker schmeckt einfach zu fast allem – ob als Nachtisch pur, zu Pfannkuchen oder Crêpes oder aber herzhaft zu Gulasch und Nudeln. Fast jeder hat seinen Apfelmus-Favoriten. Und das leckerste Apfelmus ist selbst gemacht! Du möchtest Apfelmus einkochen bzw. Apfelmus einwecken? Eine prima Idee, hier erfährst du, wie es geht und worauf du achten solltest.

Hier findest du nicht nur ein Rezept für das leckerste Apfelmus der Welt, sondern ich zeige dir auch Schritt für Schritt, wie du es selber machen und einkochen kannst. Denn eingekocht hält das Mus bis zu einem Jahr frisch. So kannst du immer selbst gemachtes Apfelmus genießen – unabhängig von der Jahreszeit und kannst im Herbst deine Äpfel aus dem Garten verarbeiten.

Mein Rezept für eingekochtes Apfelmus

Insbesondere wenn du eigene Apfelbäume im Garten hast (Stichwort: Fallobst) oder aber die Äpfel gerade Saison haben und günstig zu bekommen sind, lohnt sich das Apfelmus Einkochen ungemein. Das Apfelmus aus unterschiedlichen Apfelsorten schmeckt selbstverständlich verschieden. 

Und auch ob du die Äpfel lieber komplett pürieren oder aber etwas stückig lassen möchtest, bleibt ganz dir überlassen. Wer es gerne sehr süß mag, kann natürlich etwas mehr Zucker beigeben. Bei einer sehr süßen Apfelernte kann der Zucker auch reduziert werden. 

Mein Apfelmus-Rezept hat sich für alle Apfelsorten und alle Geschmäcker bewährt.

Zunächst einmal wird das Apfelmus gekocht und anschließend wird es durch das Einwecken bzw. Einkochen haltbar gemacht.

Die Zutaten für 6-8 Gläser je 220 ml

  • 2 kg Äpfel
  • 150 g feiner Zucker
  • 250 ml Apfelsaft
  • 1 Bio-Zitrone

Welche Apfelsorte du verwendest, bleibt dir überlassen. Du kannst entweder Wasser oder Apfelsaft hinzugeben, bei Apfelsaft wird das Apfelmus noch fruchtiger.

Zusätzlich können, je nach Geschmack, Zimt und Bourbon-Vanillepulver hinzugegeben werden.

Das Apfelmus zubereiten

  1. Schäle alle Äpfel, schneide sie in Viertel und entferne das Kerngehäuse. Entferne dabei matschige, braune oder wurmstichige Stellen. Gebe dann die Apfelstücke in einen großen Topf.
  2. Jetzt nimmst du die Zitrone, wäschst sie unter heißem Wasser ab und wischt sie trocken. Die Zitronenschale wird nun abgerieben und zu den Apfelspalten gegeben. Jetzt wird die Zitrone noch ausgepresst und der Zitronensaft kommt ebenfalls in den Topf.
  3. Das Wasser oder den Apfelsaft und den Zucker in den Topf geben und nun alles zusammen aufkochen. Wenn gewünscht, kannst du eine Zimtstange und 1 TL Bourbon-Vanillepulver hinzugeben.
  4. Nachdem die Mischung aufgekocht ist, reduziere die Hitze auf mittlere Temperatur und lasse das Ganze 10-15 Minuten köcheln, bis die Äpfel weich sind. Das ist je nach Apfelsorte und Ernte unterschiedlich, deshalb zwischendurch mit einem spitzen Messer testweise in ein Apfelstück stechen. Du merkst so, ob sie weich sind oder noch ein bisschen kochen müssen.
  5. Den Topfinhalt abkühlen lassen und anschließend pürieren oder durch eine „Flotte Lotte“ drehen. Falls du eine Zimtstange hinzugegeben hast, diese natürlich vorher entfernen!
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Das Apfelmus einkochen / einwecken

Das Apfelmus hast du jetzt vorbereitet. Damit es nun noch richtig haltbar gemacht wird, kochen wir es ein. Damit ist nicht gemeint, dass wir es in Schraubgläser füllen und diese auf den Kopf stellen. Das ist das „Einmachen“ – führt aber nicht zu zuverlässig haltbaren Lebensmitteln (Ausnahme: Marmelade mit sehr viel Zucker).

Mit dem Einkochen gehen wir noch einen Schritt weiter und machen das Apfelmus lang haltbar. Und das geht so:

  1. Weck-Gläser in gewünschter Größe vorbereiten, d.h. heiß ausspülen und die Einkochringe in heißes Wasser legen.
  2. Das Apfelmus bis etwa 3 cm unter den Rand in die Gläser füllen. Die Gläser mit Deckel, Einkochring und Federklammern verschließen.
  3. In einen Einkochautomat oder Einkochtopf geben. Diesen mit Wasser füllen, sodass die Gläser bis zu 3/4 unter Wasser stehen. Die Gläser können auch gestapelt werden, es ist kein Problem, wenn die unteren Weckgläser komplett unter Wasser stehen.
  4. Nun das Wasser auf 90°C erhitzen und – wenn die 90°C erreicht sind, beginnt die Zeit erst zu zählen – 30 Minuten einkochen lassen.
  5. Die Gläser direkt aus dem Einkochautomaten oder Einkochtopf nehmen und auf ein Küchentuch stellen. Nun komplett auskühlen lassen. Anschließend die Federklammern unbedingt entfernen und die „Deckelprobe“ machen: Das Glas am Deckel hochheben. Wenn dieser fest aufsitzt, ist das Glas luftdicht verschlossen!

Fertig ist das leckere Apfelmus!

Wie lange ist das Apfelmus haltbar?

Das fertig eingekochte Apfelmus hält sich ohne Probleme bis zu einem Jahr lang. Es sollte allerdings dunkel und möglichst kühl gelagert werden. Um sicherzugehen, dass das Apfelmus noch gut ist, solltest du vor dem Verzehr erneut die „Deckelprobe“ machen.

Die Grundausstattung für das Einkochen von Apfelmus

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Warum also nicht Apfelmus selber machen?

Du siehst: Schwierig ist das Einkochen von Apfelmus nicht! Du benötigst wenige Zutaten und weißt genau, was im Glas landet. Und du kannst deiner Phantasie und deinem Geschmack freien lauf lassen! Denn du kannst nicht nur nach Belieben Zimt und Vanilleschote hinzugeben, sondern auch experimentieren! 

Wie wäre es z. B. mit einem Apfelmus mit Pfirsich? Oder mit Mango? Mit etwas aufgeschlagener Sahne hast du so bereits ein leckeres, fruchtiges Dessert oder auch einen tollen Snack für Zwischendurch. Aber auch einen Kuchen kannst du prima mit dem Mus verfeinern.

Das Einwecken bietet dir die Möglichkeit, aus Äpfeln aus dem eigenen Garten leckeres Mus zu zaubern, welches du – hübsch mit einem Etikett versehen – auch toll verschenken kannst!

Einkochen im Einkoch­automaten

Beste Ergebnisse, schnelles Einkochen vieler Gläser – das geht mit einem Einkochautomaten!

Einkochautomat mit Deckel

Kann man Apfelmus auch ohne Zucker einkochen?

Wenn du auf zugesetzten Zucker verzichten möchtest, dann ist das kein Problem. Du kannst den Zucker auf weglassen, z. B. wenn die Apfelsorte eh sehr süß ist oder die Früchte sehr reif sind. Wichtig ist es aber dann noch mehr, dass du die vorgeschriebene Einkochdauer (30 Minuten) und Einkochtemperatur (90°C) einhältst. 

Wenn du das Apfelmus nicht zusätzlich einkochen sondern lediglich in Gläser mit Schraubverschluss füllst, dann kann durch den fehlenden Zucker und das fehlende Abtöten der Mikroorganismen durch das Einkochen eine lange Haltbarkeit nicht gewährleistet werden! 

Denn der Zucker hilft normalerweise bei Konservierung der Lebensmittel – deshalb muss Marmelade auch nicht unbedingt nochmals eingekocht werden, denn hier ist meist ein Zuckeranteil von 1:2 enthalten. 

Wenn dem Apfelmus also kein Zucker zugesetzt wird, unbedingt ordnungsgemäß einkochen und es hält trotzdem lange frisch!

Einkochfee

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Wieso du keine Schraubgläser für eingekochtes Apfelmus verwenden solltest

Ich habe die beste Erfahrung mit den originalen Weckgläsern gemacht, da diese in meinen Augen das beste System haben und die größtmögliche Sicherheit. Sie haben zwei große Vorteile:

  1. Sie lassen sich sehr gut befüllen und sehr gut einkochen.
  2. Man erkennt sofort, wenn das Apfelmus nicht mehr gut sein sollte.

Denn wenn das Apfelmus nicht mehr gut ist, bilden sich Schimmel und Gärgase. Diese Gase sorgen dafür, dass der Deckel vom Weckglas nicht mehr fest aufsitzt, sondern einfach entfernt werden kann. Das ist sozusagen das Alarmsignal für „Bitte das Apfelmus nicht mehr essen!“. 

Da der Deckel lediglich durch das Vakuum gehalten wird, signalisiert ein loser Deckel, dass das Vakuum nicht mehr vorhanden ist. Und ohne Vakuum ist kein einwandfreies Lebensmittel mehr im Glas. Bedeutet also: Deckel sitzt nicht mehr auf, Lebensmittel ist nicht mehr gut.

Bei Schraubgläsern ist diese Sicherheit nicht gegeben, sondern es kann sein, dass man bereits verdorbenes Apfelmus ißt, ohne es zu merken (Schimmel sieht und schmeckt man nicht direkt).

Sehr viel teurer sind die Weckgläser nicht, dafür lassen sie sich fast unendlich oft wiederverwenden, du kannst sie in die Spülmaschine packen, sie sind komplett hygienisch spülbar (keine Rückstände am Deckel, kein Rost usw.) und sie sehen sehr hübsch aus.

Wenn du Apfelmus nicht einkochen möchtest, sondern es nur ein paar Tage im Kühlschrank halten soll, dann brauchst du es natürlich nicht haltbar machen. Wenn du aber eine große Menge an Äpfeln hast oder dir einen Vorrat anlegen möchtest, dann achte darauf, dass es auch wirklich lange haltbar wird. Wäre doch doch sonst einfach zu schade um die guten Äpfel.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Apfelmus einkochen, haltbar machen, genießen und verschenken!​

Die Einkochfee

Blogbild: kitty via stock.adobe.com

Fragen? Anregungen? Ideen?
Ich freue mich über deinen Kommentar.

7 Antworten

  1. Ich habe jahrelang nur eingemacht und nicht eingekocht, weil es vor allem bei Kleinmengen praktisch ist. Bei den Deckeln muss man halt genau schauen und darf sie nicht mit einem Öffner geöffnet haben, oder man nimmt gleich neue Deckel.
    Allerdings gehen die Gläser schwerer auf und meine Kids nehmen gerne mal ein Glas Kompott mit in die Schule. Das ist mit Weck-Gläser praktischer. Zur Sicherung auf dem Schulweg kommen aber trotzdem immer Klammern drauf und fals nicht alles gegessen wird kann man die wieder super dicht verschließen.
    Fazit: Wegen der Haltbarkeit klappt bei Kompott und Mus beides gleich gut, aber für Kinder ist das Weck-System handlicher

    Mich würde interessieren wie ich zB Rhabarber, usw. so haltbar machen kann dass ich das Obst dann wie frisch verwenden kann.

  2. Wenn ich schraubdeckelgläser benutze, fülle ich sie vorher zur Probe mit Wasser und Dreh sie kopfüber. Nur wenn dann kein Wasser ausläuft, sind die Deckel auch in Ordnung.

  3. Würde mich freuen wenn ich einen Rat bekäme zu folgender Frage: habe Apfelmus natur eingeweckt mit neuen Ringen, gespülten Gläsern, abgewischtem Rand, 30 Minuten bei 90 Grad. Nach 7 Tagen hat sich in 6 von 7 Gläsern Schimmel gebildet. Die Deckel sind alle noch fest verschlossen. Was lief falsch?

    1. Das ist aus der Ferne immer schwer zu sagen. Waren die Äpfel einwandfrei? Haben die 30 Minuten angefangen, als die 90 Grad erreicht waren? Hast du im Automaten eingekocht? … Da gibt es viele Parameter, an denen es gelegen haben kann.. Liebe Grüße

  4. Der beitrag ist zwar schon eine weile her aber genau so gehtes mir auch. Ich habs mit dem Apfelmus so gemacht wie mit marmelade, heiss in die Gläser, deckel drauf. Auch da waren einige nicht mehr gut. Ich denke, es liegt daran, dass manche Deckel bei dem früheren öffnen einen kleinen Schaden bekommen hatten und der das verdorbene Mus verursacht hat. Wenn man neue Gläser mit Deckel nimmt, dürfte das nicht mehr passieren. Geschmacklich favorisiere ich eher das eingefrorene Apfelmus, denke aber, das in Gläsern hält sich vielleicht länger .

    1. Hallo Rita, das kann leider bei Twist-Off-Gläsern passieren. Ich empfehle deshalb die Weck-Gläser mit Glasdeckeln, da kann das nicht passieren! Liebe Grüße

  5. Wir machen auch gern Apfelmus selber. Das mit dem einkochen, ist so eine Sache. Ich habe bis jetzt immer nur die Gläser sehr heiß ausgekocht und den frisch gekochten Apfelmus, so heiß wie nur möglich in die Gläser abgefüllt. Deckel drauf und auskühlen lassen. Der Effekt war da und der Deckel ging auch nach unten aber leider sind die Hälfte der Gläser dan doch schlecht geworden, habe ich etwas falsch gemacht ?

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