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Vegetarisch und vegan einkochen

Gesunde und vegane Fertiggerichte? Kein Problem!

Das Einkochen ist die perfekte Methode, um Obst und Gemüse lange haltbar zu machen. Aber auch fertig gekochte Gerichte lassen sich durch das Einwecken monatelang haltbar machen!

Insbesondere für Vegetarier und noch mehr für Veganer bietet das Einwecken deshalb den Vorteil, „gesunde Fertiggerichte“ selbst herzustellen. Sie wissen genau, was enthalten ist, können selbst würzen und Rezepte erproben und haben stets einen Vorrat „für die Schnelle“ im Haus – warum also nicht vegan einkochen?

Fast jeder Veganer weiß, dass in den meisten Fertiggerichten tierische Inhaltsstoffe enthalten sind oder aber die Gerichte schmecken einfach nicht gut. Trotzdem muss es manchmal einfach schnell und einfach gehen. Eine Tiefkühlpizza ist nicht möglich (Käse…), Tiefgefrorenes muss erst auftauen und immer nur Brötchen werden auf Dauer nicht nur langweilig, sondern auch ungesund

Was halten Sie also davon, einfach große Menge von leckeren Eintöpfen, Gemüsegerichten oder Nudelsaucen auf Vorrat zu kochen und im Einweckautomaten haltbar zu machen?

So ist die nächste Mittagspause oder das Abendessen nach einem anstrengenden Tag gerettet. Und im Urlaub kann das selbst eingeweckte Essen so manche Mahlzeit retten. Wieso also nicht ein paar gefüllte Weckgläser mit in die Ferienwohnung nehmen?!

Neben den typischen Dingen (Gemüse und Beeren solo oder Marmelade) lassen sich auch komplette Gerichte und auch Beilagen (z. B. Kartoffeln) einwecken. So stellen Sie ruck zuck aus Ihren Vorräten leckere vegane Gerichte zusammen, die in wenigen Minuten warm sind.

Wer Gründe für das vegetarische bzw. vegane Leben bzw. die Ernährung sucht, wird hier fündig: www.peta.de.

Was benötigt man für das vegane Einkochen?

Die Grundausstattung für das Einwecken von veganen und vegetarischen Gerichten unterscheidet sich nicht vom Einwecken für „normale“ Rezepte. Benötigt werden:

  • Weckgläser in verschiedenen Größen
  • Passende Glasdeckel, Gummidichtungen und Federklammern
  • Einen Einkochtopf mit Thermometer oder einen Einkochautomat
  • Einen Glasheber, damit man sich nicht die Finger verbrennt
  • Optional: Etiketten und einen Einfülltrichter

Wenn Sie das Einkochen zunächst einmal ausprobieren möchten, dann tut es auch ein großer Kochtopf statt eines Einkochtopfes. Allerdings ist es hier etwas schwieriger, die richtige Temperatur zu bestimmen und über die gesamte Einkochzeit zu halten.

Eine Übersicht über die benötigten Materialien finden Sie hier auf unserer Seite zum „Einwecken“.

Was passiert beim Einkochen?

Beim Einkochen werden die Lebensmittel haltbar gemacht. Durch das Erhitzen werden die Mikro-Organismen, die für das Verderben der Lebensmittel verantwortlich sind, abgetötet. Das sind z. B. Gärungskeime, Bakterien, Schimmelsporen usw. Zusätzlich bildet sich ein Unterdruck (Vakuum) im Glas, welches dadurch Luftdicht verschlossen ist. Lichtgeschützt gelagert halten die eingeweckten Lebensmittel so Monate, wenn nicht sogar Jahre. Was genau das Einwecken funktioniert, können Sie hier lesen: Wie funktioniert das Einwecken? Eine Anleitung in 10 Schritten.

Häufige Fragen zum veganen Einkochen

Kann man Gerichte mit Tofu einwecken / einkochen?

Ja, Gerichte mit Tofu können ohne Probleme eingeweckt werden, wenn man folgendes beachtet: Tofu ist sehr eiweißhaltig und kann deshalb dazu neigen, zu vergären. Deshalb sollten Gerichte, in denen Tofu enthalten ist (z. B. eine Tofubolognese) vor dem Einwecken komplett fertig gekocht sein. Anschließend werden sie 60 Minuten bei 100°C eingeweckt.

Was darf nicht mit eingekocht werden?

Beim Einkochen sollte grundsätzlich auf Bindemittel (Speisestärke, Mehl, …) verzichtet werden. Denn diese bilden mit der Zeit im Eingekochten Säure und verderben so den Geschmack des Essens. Ebenfalls sollte keine Sahne (auch Sojasahne) mit eingekocht werden. Wenn das Essen aus dem Weckglas entnommen und erwärmt wird, dann kann natürlich die (Soja-)Sahne oder Bindemittel hinzugegeben werden.

Die Einkochfee empfiehlt: Vegane und vegetarische Rezepte für das Einkochen

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Das Buch „Eingweckt – Einkocht: Vegetarische Küche auf Vorrat“ von Helmut Deutsch, erschienen 2014 im Krenn Verlag, enthält über 100 Rezepte. Eingeteilt sind die Rezepte in die Kategorien:

  • Suppen
  • Gulasch und Eintöpfe
  • Hauptspeisen
  • Beilagen
  • Eingelegtes Obst und Gemüse
  • Saucen, Pestos und mehr
  • Desserts
  • Sirup

Fast alle Rezepte sind nicht nur vegetarisch, sondern auch wirklich vegan! Vegan einkochen ist somit kein Problem mehr. Eine Ausnahme stellen die Desserts dar, in welchen Eier verwendet werden. Aber auch hier gibt es vegane Alternative. Wie klingt z. B. „Vegane Erdbeer-Brot-Nachspeise“ oder „Veganer Schokogugelhupf“? Lecker? Stimmt.

In den Rezepten wird sehr viel frisches Gemüse verwendet. Exotische Zutaten oder komplizierte Zubereitungsarten sucht man vergebens – so soll es sein! Fotos zu den Gerichten finden sich übrigens nicht im Buch, dafür aber sehr schöne Zeichnungen. Auch typographisch kann sich das Buch sehen lassen.

Ein paar Rezeptbeispiele:

  • Feurige Linsensuppe (vegan)
  • Veganer Bauerneintopf (vegan)
  • Mediterrane Bulgurpfanne (vegan)
  • Pastasauce mit Fenchel und Zucchini (vegan)
  • Süßkartoffelsuppe (vegan)
  • Gefüllte Paprika (vegan)
  • Kürbis-Erdäpfel-Curry (vegan)

Ein kurzes Hinweis: Der Autor ist Österreicher, deshalb muss man als Deutscher unter Umständen ein paar Wörter googeln. Paradeiser sind z. B. Tomaten :-).

Wir finden: Ein TOP-BUCH für alle, die gerne vegan einkochen möchten, weil es eben wirklich mehr enthält als nur „Solo-Gemüse“.

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