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Einwecken: Anleitung mit 10 Schritten zum Erfolg

So funktioniert das Einwecken bzw. Einkochen

Damit Sie wissen, wie Sie erfolgreich einwecken können, hat die Einkochfee für Sie die 10 wichtigsten Schritte und Erfolgsregeln zusammengestellt. Wenn Sie diese Ratschläge beherzigen, werden Sie mit Hilfe dieser Anleitung erfolgreich Lebensmittel über eine lange Zeit haltbar machen können.

1. Kontrollieren Sie die Weckgläser, Deckel und Gummiringe

Vor dem Einkochen sollten Sie die Gläser, die Deckel und die Gummiringe überprüfen. Denn wenn ein Glas oder ein Deckel z. B. Unebenheiten aufweist oder nicht mehr ganz ist, dann wird das Glas mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr luftdicht abschließen und somit die Lebensmittel nicht mehr konservieren können. Für die Gummiringe gilt: Ebenfalls überprüfen, denn spröde Ringe dichten ebenfalls nicht mehr gut ab. Die Gummiringe können Sie aber günstig im 10er Pack neu kaufen und kosten ca. 30ct pro Stück.

Ich empfehle die originalen Weckgläser, da diese in meinen Augen das beste und sicherste System haben.

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2. Hygiene ist das oberste Gebot

Achten Sie bei allen Arbeitsschritten auf absolute Hygiene von Arbeitsplatz und Arbeitsuntensilien. Waschen Sie die Weckgläser vor dem Gebrauch heiß aus und stellen Sie sie kopfüber auf ein Küchentuch. Die Gummiringe werden vor Verwendung ebenfalls mit kochend heißem Wasser und einem Spritzer Essig übergossen bleiben dort zwei bis drei Minuten liegen. Anschließend in heißes Wasser (ohne Essig) geben und dort bis zur Verwendung liegen lassen.

Wenn Sie neue Weckgläser verwenden, dann spülen Sie diese mit sehr heißem Wasser und etwas Spülmittel aus oder stellen Sie sie für einen Durchgang in die Spülmaschine.

Falls Sie in (gebrauchten) Weckgläsern Schimmel entdecken, dann beachten Sie bitte, dass ein Durchgang in der Spülmaschine oder das Spülen mit handwarmen Wasser nicht ausreicht. Schimmelsporen werden erst bei ca. 100°C abgetötet. Nehmen Sie einen großen Kochtopf, füllen Sie ihn mit Wasser und kochen Sie dieses auf. Dann geben Sie die Weckgläser (z. B. mit dem Weck Glasheber) in den Topf und lassen Sie die Gläser ca. 3 Minuten köcheln.

3. Verwenden Sie einwandfreie Lebensmittel

Eigentlich versteht es sich von selber, ist aber beim Einkochen noch wichtiger: Verwenden Sie nur einwandfreie und frische Lebensmittel. Das heißt: Keine abgelaufenen Lebensmittel, kein Obst und Gemüse mit Schimmelstellen etc.

4. Überfüllen Sie die Weckgläser nicht…

… sondern lassen Sie immer ca. 1 cm Platz bis zum Rand. Das gilt natürlich nicht für Rezepte, bei denen etwas aufquellt, wie z. B. Kuchen im Glas. Hier sollten Sie die Angaben beim Rezept beachten!

5. Halten Sie den Glasrand sauber

Damit sich das Einweckglas nach dem Einkochen luftdicht verschließen kann, darf weder der Glasrand, noch Gummiring oder Deckel mit dem Einkochgut „verschmutzt“ werden. Wenn beim Einfüllen in das Glas der Rand schmutzig wird, gehen Sie mit einem sauberen Tuch darüber und entfernen Sie so die Lebensmittelrückstände. Noch einfacher geht das Einfüllen übrigens mit dem Weck-Einfülltrichter – so bleibt der Rand garantiert sauber.

6. So schließen Sie die Weckgläser ab

Der Gummiring wird auf den Glasdeckel aufgelegt. Dann wird der Deckel inkl. Gummiring auf das Glas aufgelegt und mit jeweils zwei Federklammern pro Glas verschlossen. Die Federklammern liegen sich dabei gegenüber. Zum Verschließen wird die Klammer in die Stapelvertiefung des Deckels angesetzt und nach unten gedrückt.

7. Der Einweck-Vorgang

Stellen Sie die Gläser in den Einkochtopf bzw. Einkochautomat. In diesen haben Sie vorher ein Gitter gelegt, damit die Gläser im Topf nicht direkt auf dem Boden stehen. Die Weckgläser dürfen sich sowohl gegenseitig als auch den Topfrand berühren. Wichtig ist lediglich, dass sie beweglich bleiben.

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Wenn alle Gläser im Einkochtopf stehen, wird Wasser in den Topf gefüllt. Dabei ist zu beachten, dass die Gläser zu ¾ ihrer Höhe mit Wasser bedeckt sind. Wenn Sie mehrere Lagen Gläser im Einkochtopf stehen haben, dann können die unteren Schichten ohne Probleme komplett unter Wasser stehen. Durch die Federklammern sind sie bereits so abgedichtet, dass kein Wasser in das Glas eindringen kann. Füllen Sie dann so viel Wasser ein, dass die obersten Gläser bis zu ¾ ihrer Höhe unter Wasser stehen.

Beachten Sie, dass sie Wasser in der richtigen Temperatur einfüllen. Wenn Sie Kaltes in die Gläser füllen, füllen Sie auch kaltes Wasser in den Einkochtopf ein. Wenn der Gläserinhalt heiß ist (z. B. bei vorgekochter Suppe), dann füllen Sie auch heißes Wasser in den Einkochtopf ein. Das ist wichtig für die richtige Einkochtemperatur und Einkochzeit. Als Faustregel gilt: Gleiche Temperatur von Wasser und Gläserinhalt ist eine wichtige Basis für erfolgreiches Einwecken!

Die Einkochzeit beginnt immer dann, wenn das Wasser im Einkochtopf die richtige Temperatur erreicht hat. Unterschreiten Sie die vorgeschriebene Temperatur und Einkochzeit nie, denn dann werden unter Umständen nicht alle Mikroorganismen abgetötet und es kommt zur Gärung im Glas.

Ein Einkochautomat erledigt die „Arbeit“ (Wassertemperatur überprüfen und halten) von alleine. Wenn Sie einen Einkochtopf auf dem Herd verwenden, dann müssen Sie dies selbst tun. Das bedeutet: regelmäßig mit dem Einkochthermometer die Temperatur des Wassers überprüfen und den Herd manuell justieren. Hier sollte man wirklich sorgfältig sein, denn das Ergebnis (also einwandfrei einkochte Lebensmittel) hängt absolut von der Kochtemperatur ab! Deshalb empfehle ich generell einen Einkochautomaten. Dieser lohnt sich schon für ein paar Einkochvorgänge im Jahr und kann auch für Partys benutzt werden. Wenn Sie es dennoch manuell probieren möchten, finden Sie hier noch weitere Tipps: Einkochen im Einkochtopf.

8. Lassen Sie die Weckgläser gut abkühlen

Nach dem Einkochvorgang nehmen Sie die Weckgläser sofort aus dem Einkochtopf heraus und stellen Sie sie auf Küchenhandtücher. Lassen Sie die Gläser dort vollständig auskühlen. Erst wenn die Gläser vollständig erkaltet sind, entfernen Sie die Federklammern und machen den „Deckeltest“: Heben Sie jedes Glas am Glasdeckel hoch. Wenn dies klappt, ist das Glas luftdicht verschlossen! Geht der Deckel wieder ab, dann hat der Einkochvorgang leider nicht geklappt. Sie können diesen – je nach Einkochgut – wiederholen oder aber schnell aufessen…

9. Vergessen Sie die Etiketten nicht

Damit Sie nicht rätseln müssen, welche Marmelade sie gerade in den Händen halten und ob die Kirschen nun von letztem oder von vorletztem Jahr sind, empfehlen sich Weck-Etiketten. Selbstverständlich können Sie auch Etiketten anderer Hersteller nehmen, aber achten Sie darauf, dass sich diese auch wieder rückstandlos entfernen lassen. Spätestens wenn Sie versuchen, die unschönen Leimreste vom schönen Weckglas zu entfernen, werden Sie die original Weck-Etiketten zu schätzen wissen. Diese lassen sich nämlich ohne Leimrückstände entfernen. Preislich liegen sie ebenfalls voll im Rahmen (100 Etiketten liegen bei ca. 4,70 €).

10. Die richtige Lagerung von Eingewecktem

Damit das Eingeweckte Monate, wenn nicht sogar Jahre hält, sollte es kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Ideal dafür ist z. B. ein Kellerraum geeignet. Wichtig ist, dass die Gläser nicht ständig direkter Sonnenstrahlung ausgesetzt sind. Wenn Sie keinen Kellerraum haben, so tut es auch ein dunkler Abstellraum oder notfalls auch ein Küchenschrank mit Türe.

Woran Sie erkennen, dass Eingewecktes noch Gut ist

Wenn Sie diese Einwecken Anleitung befolgt haben, werden Ihre Weckgläser bestimmt gut verschlossen sein. Wenn Sie aber im Laufe der Zeit prüfen möchten, ob sie immer noch dicht sind, dann können Sie durch zwei Dinge sehr leicht erkennen, ob das Eingekochte noch gut und nicht verdorben ist.

  1. Der Deckel-Test: Liegt der Deckel lose auf, sollten Sie den Inhalt des Glases entsorgen.
  2. Der Plopp-Test: Beim Öffnen des Glases durch Ziehen an der Gummilasche strömt Luft in das Glas und Sie werden das typische „Plopp“-Geräusch hören. Macht das Glas beim Öffnen kein „Plopp“, so ist dies ein wichtiges Warnsignal!

Und jetzt: Viel Spaß beim Einwecken mit dieser Anleitung!

Mehr können Sie hier im Einweck-Ratgeber lesen.

 

Die Einkochfee empfiehlt diese Grundausstattung



Kommentare


Ute 15. September 2017 um 14:21

Hallo!
Wie sieht es aus, wenn ich saubere Weckgläser im Backofen bei 120 Grad keimfrei mache?
Gruß
Ute

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Einkochfee

Einkochfee 15. September 2017 um 18:31

Hallo Ute, das ist prima, um sie zu sterilisieren, ich würde sie aber bei 170-180 °C erhitzen (ohne Dichtungen). Alternativ kannst du sie auch einfach 10 Minuten in einem großen Topf mit kochendem Wasser abkochen. Viele Grüße

Antworten

Ingrid 5. September 2017 um 7:23

Hallo.
Kann man auch in Gläser ohne Gummiringe einwecken.
Also Speisen kochen ,in Gläser füllen und nur mit Deckel schliessen??

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Einkochfee

Einkochfee 8. September 2017 um 12:34

Hallo Ingrid, das kommt drauf an, welche Gläser du verwenden möchtest. Bei den Weckgläsern brauchst du unbedingt einen Gummiring. Du kannst auch in Gläsern mit Schraubverschluss einkochen, da brauchst du keine Gummidichtung – aber diese Gläser mag ich nicht gerne und empfehle ich deshalb nicht, den Grund kannst du hier nachlesen: http://www.einkochfee.de/weckglaeser/ Viele Grüße

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Shop and Smile 24. Juli 2017 um 18:30

Das ist ja mal ein informativer, sorgfältig mit Liebe zum Detail geschriebener Artikel. Vielen Dank! 🙂

Antworten

Karin Bach 12. Juli 2017 um 19:01

Hilfe, ich habe Bohnen eingekocht mit Weckgläser. Die Gläser waren 3 Tage fest zu und sind dann alle ausgegangen. Woran lag dass?

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Einkochfee 22. Juli 2017 um 20:56

Hallo Karin, das ist aus der Ferne schwierig zu sagen.. Waren die Gläser vielleicht überfüllt oder du hast vielleicht die Einkochdauer bei konstanter Temperatur nicht eingehalten? Für mich klingt es fast so, als ob da beim „Abtöten“ etwas schief gegangen ist und sich dadurch Gase gebildet haben. 🙁 Viele Grüße

Antworten

Sabrina 25. Juli 2017 um 14:05

Hallo Karin,

Ich wecke die Gläser nach 48 Stunden noch einmal auf 100° C und 90 Minuten ein, weil manche Eiweißhaltige Lebensmittel hitzeresistente Sporen an sich tragen und diese werden beim ersten Einkochvorgang nicht getötet. Hatte ich mal gelesen.

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Petra Korb 10. Juli 2017 um 14:08

Hallo Fee, ich habe Weckgläser und einige sind nicht zu. Kann ich die nochmal einkochen, oder sind die Kirschen dann matsch. Oder was kann ich jetzt machen??
LG

Antworten

Einkochfee 22. Juli 2017 um 20:54

Hallo Petra, wie hast du die Kirschen denn eingekocht (mit welcher Methode)? Mir wäre es wichtig zu wissen, wieso die Gläser nicht richtig zu sind.. Ich habe hier einen Artikel über’s Kirschen einkochen geschrieben, vielleicht hilft dir das weiter? http://www.einkochfee.de/kirschen-einkochen/ Viele Grüße

Antworten

Daniel Nolte 24. Mai 2017 um 18:15

Hallo liebe Einkochfee,
ich bin auf der Suche nach einem neuen Einkochautomaten. Ich habe bisher einen alten Einkocher benutzt. Wollte mir jetzt einen neuen qualitativen Einkochautomaten zulegen. Hast du Erfahrungen mit Severin Automaten gemacht? Oder sollte ich mir doch lieber einen Weck Einkochautomaten zulegen?
Mit freundlichem Gruß
Daniel Nolte

Antworten

Einkochfee 20. Juni 2017 um 22:25

Hallo Daniel, ich habe bisher nur Erfahrung mit Weck, Bielmeier und Profi Cook gemacht. Mir persönlich gefällt mein Weck WAT-15 am besten. Letztendlich kommt es darauf an, was du machen möchtest und wie viel du ausgeben magst. Der WAT-15 ist halt preislich absolut im Rahmen, sehr solide und hat eine Zeitschaltuhr. Das reicht mir. 🙂 Viele Grüße

Antworten

Dina 18. Mai 2017 um 19:15

Hallo liebe Einkochfee,

nehmen wir an,ich möchte ein Curry, Linsensuppe, Eintöpfe oder Chilli einmachen – wie lange und bei welcher Temperatur müssen diese abgekocht werden?

Frage zwei: wenn ich Sauerkraut oder Pickles in Weck-Gläsern einmachen will, geht das? Auch nach der obigen Methode mit dem abkochen? Und wie lange und be welcher Temperatur?

Vielen Dank für Deine Hilfe!

Dina

Antworten

Sylvie Lind 15. Mai 2017 um 10:14

Hallo, wenn ich das fertig gekochte Gericht (z.B. Gemüseeintopf) nochmals 90 Min. einwecke werden da auch nicht die Vitamine und Nährstoffe verkocht ?

Antworten

Einkochfee 20. Juni 2017 um 22:27

Hallo Sylvie, hitzeempfindliche Vitamine reduzieren sich natürlich, aber da macht es keinen großen Unterschied, ob ich das Gericht „normal“ koche oder danach nochmal einkoche. Dann müsste man die meisten Sachen leider roh essen.. 🙂

Antworten

M.Fongern 3. März 2017 um 20:49

wieviel Minuten brauchen die Gläser im Topf auf dem Herd?

Antworten

Einkochfee 8. März 2017 um 9:25

Hallo, das kommt darauf an, was Sie einwecken möchten und wie lange die dafür empfohlene Einweckdauer ist. Wichtig ist, dass Sie den Zeitpunkt ab Erreichen der Temperatur zählen und Sie darauf achten, dass diese Temperatur dann auch konstant gehalten wird. Was soll den eingekocht werden?

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